Death Metal Ikonen aus Osnabrück

Sirius ist 2006 in Osnabrück mit der Absicht entstanden, Melodie und Härte auf symbiotische Weise miteinander zu verschmelzen und diesen explosiven Mix aus melodischem Death und Thrash Metal auf die Menschheit loszulassen.
Sirius sind Jan (El Camino), Martin (Ex. Stunned), Peeper (Ex.-Coth), Thomas (Ex. Stunned, Ex. Bleach) und Andi (Intus). Die Band entstand Anfang 2006 durch das Osnametal.de-Forum.

15.12.2006 Lastruper Bahnhof

Eat This III
LineUp: Abberation, Sirius (damals noch Wagner), Odeon, Zeramoth



Bilder: hier
Review: Aberration & Wagner & Zeramoth & Odeon

Am 15.12.2006 war es soweit: Kim und meine Wenigkeit machten uns auf den Weg, Zwiebel (bekanntermaßen Bassist bei Wagner) abzuholen, um uns gen Lastrup aufzumachen.

Auf Grund eines etwas beunruhigenden Vorfalls auf der Autobahn wäre daraus fast nichts geworden - da allerdings nichts Ernsthaftes passiert ist, kamen wir gegen 21:30 pünktlich in Lastrup an.

Die Location war schon gut besucht, so dass es nicht ganz einfach war, die OsnaMetal.de - Meute zu finden. Diese wartete wie auch der Rest der Anwesenden auf den Opener Zeramoth. Dieser ließ wegen einer gerissenen Basssaite noch ein wenig auf sich warten. Aber das soll auch bei anderen Bands schon vorgekommen sein, also bestand kein Grund zur Beunruhigung.

Nach kurzer Zeit ließen es Zeramoth dann endlich gut krachen. Sie starteten mit „When“ gefolgt von „A diabolical storm will come“. Der Großteil des Publikums war allerdings noch nicht ganz aufgetaut und stand eher wie Falschgeld im Saal herum. Könnte vielleicht daran liegen, dass die meisten Leute die Band nicht kannten oder evtl. nichts mit Melodic Black Metal anfangen konnte. Dabei war dieser echt nicht schlecht: eingängige Riffs trafen auf abwechslungsreiche Vocals, die sowohl aus ordentlichem Gekeife wie auch einigen Cleanparts bestanden. Der Drummer tat sein Übriges und unterlegte das Ganze mit solidem Drumming, das zwar nicht sonderlich schnell war, aber sehr gut zur Musik passte.

Mittlerweile war auch das Publikum seit dem Song „Burned to black“ etwas reger , ein paar rotierende Matten waren vor der Bühne auszumachen. Diese wurden mit weiteren Songs belohnt und schließlich mit „Forgotten Autumn“ würdig entlassen.
Auffällig an dem ganzen Set: Ob gewollt oder unbewusst eingebracht, es waren einige Einflüsse von Bands wie z.B. Eisregen und System of a down heraushörbar.

Da es für Zeramoth der erste Auftritt überhaupt war, muss man dieser Band Respekt zollen. Sie haben ihre Sache gut gemacht und machten klar, dass großes Potential in ihnen schlummert.

Nun wartete das Publikum auf Wagner, einer Melodic Death Metal Band aus dem Kreis Osnabrück. In der Zwischenzeit wurde schnell ein neues Bier geholt, dann begab sich die OsnaMetal.de – Clique auf den Weg vor die Bühne, man wollte die Osnabrücker ja nun auch unterstützen.

Wagner ballerten nach einem kurzen Soundcheck dem Auditorium ihr Brett an die Rübe. Hartes Riffing paarte sich mit gekonnt gespielten Melodien, unterlegt mit akzentuiertem Drumming und drückendem Bass. Vervollständigt wurde diese Klangwand mit einer Mischung aus Growlen und krankem Gekeife des Fronters Peeper.

Dieser Mix schaltete bei den Leuten vor den Bühne einen Knopf um, der zu exzessivem Bangen und Matte-rotieren-lassen führte. Was sich von Seiten des Publikums hinter uns tat, kann ich leider nicht beurteilen, da ich selber zu sehr damit beschäftigt war, meine Haare fliegen zu lassen. Songs wie „Six sick chicks“ und „After the truth dies“ taten hierzu ihr Übriges.

Bei „Our tenth hero dies“ bekam Peeper stimmliche Unterstützung von Zwiebel. Dafür, dass er erst seit kurzem bei Wagner aktiv ist und erst wenig Gelegenheit für gemeinsame Proben bestand, machte er seine Sache hervorragend und der Song schlug gut ein.

Auch für Wagner war dieser Auftritt eine Premiere, die sie mit Bravour meisterten. Einziges Manko war, dass Peepers Stimme vom Mischer etwas zu leise geregelt war und man von ihm vor der Bühne nicht immer allzuviel mitbekam.

An dieser Stelle schalte ich (Zwiebel) mich dann mal ein, weil der gute „Fahrer“ nach Hause wollte und daher die restlichen Bands verpasste. Dabei muss ich gleich gestehen, das dieses Review eher spontan ist und ich mir nach meinem Auftritt erst mal eine Pause gönnte. Schließlich war auch ein „Fick die Ziege“ zu erfinden und reichlich davon in mich reinzuverhaften.
Deswegen hab ich mir die folgenden Aberration nur in Teilen gegeben.
Attestieren kann ich den Jungs aber, dass sie einige Leute zum bangen brachten. Die Musik, eine Mischung aus Rock`n`Roll und Deathmetal, kam ganz gut an und war auch sauber gespielt. So etwas zum Autofahren - und der Tag ist perfekt. Das Growlen vom Fronter mit der Megastange (nicht was ihr denkt - der selbstgebaute Mikroständer natürlich) war ziemlich amtlich und als dann noch „Death Metal Victory“ erklang, ging die Post noch mal richtig ab. Danach konnten die Jungs auch beruhigt Schluß machen.

Als letztes gaben sich Odeon die Ehre. Beschreiben will ich das Ganze als eine Mischung aus Dark- und Pagan-Metal beschreiben. Düster, folkig angehaucht und hymnisch / atmosphärisch dargeboten. Das schien auch der durch den Aufbruch der Dorfjugend ausgedünnten Menge Spaß zu machen, und so war hier das Meiste los. Es könnte natürlich auch Freund Alkohol gewesen sein lassen, der zu so später Stunde schon bei einigen Wirkung zeigte, aber dies kann man, um der Band berechtigt Tribut zu zollen, nicht als alleinigen Grund anbieten. Die Musik gut und vor allem gekonnt transportiert. Die Gitarrenarbeit war solide, der Sound stimmte soweit und die relativ markante Stimme zog die Leute in ihren Bann: ein guter Abschluss für einen gelungenen Abend. Und auch ich verabschiede mich an dieser Stelle, gedenke der vielen nicht vorhandenen Groupies, den vielen Pilsen und „Fick die Zieges“ und der lustigen Party danach. Sollte das mal wieder sein, geht hin.

[Zwiebel & Skygge]



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